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El padrino guatemalteco

14.09.2013: Was macht man am Wochenende? Logisch ausschlafen und sich von der Woche erholen. Genau das wurde auch an den vergangenen beiden Tagen praktiziert. Ich saß einfach im Zimmer, daddelte ein bisschen am Rechner, schlief und hörte dank GEMA-freier Zone ganz viel Musik auf Youtube. Ja man mag es kaum glauben aber in anderen Ländern gibt es hier wirklich noch Musik zu hören. Ein schönes Gefühl. Abends machten wir uns dann noch einmal auf den Weg in die Stadt. Der billige Laden, wo es viele Sachen (inklusive großem Bier) für einen Euro gibt, musste doch irgendwie zu finden sein. Gesagt, getan und so fanden wir uns nach nicht mal zehn Minuten Suchen in einer Art Fast-Food-Kneipe wieder. Einzig die kleinen Hocker ohne Lehnen lassen erahnen, dass das eigentlich ein Ort des kurzen Verweilens und Krafttankens ist. Wir dehnten den ganzen Spaß aber auf circa zwei Stunden und diverse Biere aus. Das Bier (Mahouna) ist zwar billig aber nun ja, es gibt bessere. Der Preis machte den Qualitätsunterschied allerdings wett und so verließen wir den Laden und hatten nur zehn Euro bezahlt. Dafür waren wir aber auch ordentlich voll (gefuttert). Nach dem ganzen Billigbier stand uns jetzt allerdings noch der Sinn nach einem, geschmacklich wirklich sehr zu empfehlenden, Estrella und deswegen machten wir uns auf in die doch etwas teurere Stammkneipe, wo uns der Kellner fast schon mit einer Bro-Fist begrüßte. Auf dem Nachhauseweg kamen mir, wie in Santiago üblich auch um halb 1 noch recht viele Leute entgegen. Zwei blieben stehen und quatschten mich auf Galizisch an. Da ich das in dem Tempo nicht verstand wechselten sie ins Kastilische und siehe da, sie wollten wissen, wo man Marihuana kaufen kann. Da ich das wusste, verabschiedeten sie sich sehr nett und wünschten mir noch einen schönen Abend. Wirklich sehr nett, aber jetzt stellt sich mir die Frage ob sie mich vielleicht nur wegen meines guatemaltikischen Pullovers, der doch schon sehr Öko-Alternativ aussieht angesprochen haben.

15.09.2013: Einfach nur abgammeln

16.09.2013: So extra die ersten beiden Veranstaltungen sausen lassen um mich vielleicht doch noch für einen Sprachkurs anzumelden. Ich hätte ja nicht geahnt, dass das so ein Aufriss wird. Aber da ich noch guter Dinge war, verließ ich gegen zehn Uhr in der Frühe das Haus und lief Richtung Innenstadt um dann das zuständige Büro zu suchen. Das war schon eine Herausvorderung für sich. Aber als es dann endlich in Sicht kam stellte ich fest, dass mich die Schlange und das Treppenhaus schon gruselig an die Hermann-Str. in Rostock erinnert und ich stellte mich auf eine länge Wartezeit ein. Eine halbe Stunde später erreichte ich die zuständige Bearbeiterin, die mich prompt in ein Nebenzimmer verwies. Die Mitarbeiterin dort versuchte das Ergebnis meines Einstufungstestes zu finden, schaffte es allerdings nicht, weil sie nicht über genügend Rechte verfügte und mich deswegen in das andere Büro zurückverwies. Da ich ja nun ein grundehrlicher Mensch bin, kam ich mir bei dem Gedanken mich an der ganzen Schlange vorbeizudrängeln ziemlich schäbig vor. Also wieder hinten angestellt, Gott sei Dank war die Schlange in der Zwischenzeit stark geschrumpft. Als ich dann wieder das Büro erreichte konnte man mich im System nicht finden und so vergingen die Minuten. Als es dann endlich alles fertig war und ich nur noch den Ausdruck für die Bank brauchte, streikte der Drucker, was zu einem sehr wütenden Beleidigungsmarathon durch die Bearbeiterin führte. Jodete war mein Highlight. Irgendwann hatte ich dann den Ausdruck in der Hand und konnte mich, nachdem der Unkostenbeitrag bezahlt wurde, bei Burger King stärken. Vollgefuttert wollte ich eigentlich ungerne die ganze Strecke nach Hause laufen also beschloss ich einfach mal auf den Bus zu warten. Dazu sei gesagt hier haben die an den Haltestellen keine konkreten Abfahrtszeiten. Es steht lediglich, dass der Bus zwischen 7.30 und 22.30 alle halbe Stunde fährt. Wann scheint hier auch keiner so genau zu wissen aber es stört auch keinen. Nach zwanzig Minuten warten kam dann auch schon meine Linie 8 den Berg hochgewackelt und ich konnte mich dekadent nach Hause chauffieren lassen. Nun sitze ich hier, geh nachher noch zu einer Dozentensprechstunde damit ich mich langsam für die Kurse eintragen lassen kann und sitz danach vermutlich wieder hier. Man liest sich.

16.9.13 14:52

Letzte Einträge: ? ? ?, Ochnee nicht schon wieder Gedichte, Willkommen im Alltag, Zeitvertreib mal anders..., Nach Hause kommen

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